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Sonntag, 22. Juli 2012

It's gonna be hot,hot,hot!

 Ja,auch ich werde mich hier über den bisherigen Sommer beschweren, werte Leser. Denn bisher hat er auch mich Wettertechnisch schwer enttäuscht. Ist nicht Juli der Monat, in dem alle zu Hause gebliebenen irgendwo in Deutschland ein kleines Plätzchen suchen und den Grill anschmeißen? Sieht man in dieser Zeit nicht regelmässig aus Parks , Hinterhöfen, Kleingartenkolonien und Balkons Rauchzeichen aufsteigen? Steigt in diesem Monat nicht der Pro-Kopf Konsum der gemeinen Bratwurst auf 2000 im Jahr? 
(Müsste mal die GfK nachforschen!) 
Ich vermisse den Grillgeruch! Und ich vermisse die Sonne! In Folge dessen, vermisse auch meinen nie existenten Balkon.  Ich wollte allen Ernstes vor kurzem eine Suppe essen! So weit ist es schon gekommen, nein - kein Eis von der Eisdiele um die Ecke, eine warme, dampfende Suppe! 
Ist es schon wieder Zeit für Comfort Food? Offensichtlich ja!  
Für mich fallen Suppen, Nudelgerichte aller Art, Chilli und auch vor Schokolade triefende Desserts in die Kategorie Comfort Food. Wieso nicht etwas davon kombinieren? 
Nach einiger Recherche auf den bekannten Food Blogs stieß ich nun auf das folgende Rezept der Hummingbird Bakery. 
Dazu muss nun doch noch etwas Info liefern: Die Hummingbird Bakery findet man in England, die bekannteste Filiale in der Portobello Road in London. Dort stehen die Leute in einer 4 Meter langen Schlange um nur 1 Cupcake kaufen zu können. Bestellte Torten kann man in der unwesentlich kürzeren Schlange nebenan kaufen. Sie sind weltweit berühmt für ihre Cupcakekreationen. Wenn man im Cupcake-Universum von Hummingbird Bakery, Magnolia Bakery (NY, USA) oder Sprinkle Bakery (CA, USA) spricht, weiß jeder Bescheid!  Magnolia und Sprinkles stehen noch auf der To-Do Liste, aber mein Hummingbird-Test war LECKER!


Und nun endlich zum Rezept, dass einheizen soll:

Chocolate Chili Brownies
adapted from the Hummingbird Bakery Cookbook

200 g dunkle Schokolade/Kuvertüre
175 g Butter
325 g Zucker
130 g Mehl
    3    Eier
1/2 Tl getrocknete Chilischoten
1/2 Tl fein gehackte frische Chilischoten



1. In einer hitzefesten Schüssel werden Schokolade und Butter über einem Wasserbad geschmolzen.
2. Wenn alles geschmolzen und die Masse kein Klümpchen mehr hat, wird die Schüssel von der Hitze genommen und der Zucker eingerührt. 
3. Nach und nach das Mehl hinzugeben und gut einrühren. Bis dahin müsste die Masse auch etwas abgekühlt sein.
4. Die Eier einzeln einrühren und zuletzt die Chilis unterheben. 
5. Die Masse in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form gießen und in den auf 170°C vorgeheizten Backofen schieben.
6. Die Backzeit beträgt im Normalfall 30 Minuten, aber es lohnt sich schon ein Blick nach den ersten 20 Minuten. Die Ränder dürfen etwas fester sein, die Mitte sollte aber noch etwas weicher, jedoch nicht mehr flüssig sein.
7.Aus dem Backofen herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Dann in Quadrate schneiden, garnieren, mit Puderzucker bestäuben...oder einfach nur in den Mund schieben!

Fotos zum Entstehungsprozess gibts diesmal nicht. Meine Kamera macht grade einen Ausflug!

 ** Es ist wohl Ironie des Schicksals, dass heute, nach diesem Post über mieses Wetter und Comfort Food der allgemeine Wetterbericht den Sommer für die kommende Woche ansagt.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Pancakes for my Pancake ♥

In wenigen Wochen mache ich einen kleinen Ausflug, der mich zur Abwechslung mal über die Landesgrenzen hinaus führt.
Ich besuche das derzeit wichtigste männliche Wesen in meinem Leben und ich freue mich riesig darauf ihn bald wiederzusehen. 
Nun ist es wohl Zeit zu erwähnen, dass es sich bei diesem Menschen um mein 4-Jähriges Patenkind handelt, welches noch unbelastet von Gedanken über Finanzkrise und Existenzängsten in Griechenland lebt. 
Der Entschluss für den Besuch bzw. den Ticketkauf fiel sehr spontan, aber seitdem überlege ich mir ständig was wir alles unternehmen können und womit ich ihm und seiner älteren Schwester eine Freude machen könnte. 
Ein wichtiger Ausgangspunkt für jede Aktivität ist ein stärkendes Frühstück. (Bestimmt trauen Sie Ihren Augen grade nicht, werte leser. Doch ja, ich, die die "wichtigste Mahlzeit des Tages" regelmässig vernachlässigt, schreibe was jetzt? Nun, wenn es um das Wohl meiner Liebsten geht, sind mir bestimmte Grundsätze schon wichtig - dazu gehört dann auch das Frühstück.) 

Bald erinnerte ich mich an eine interessante Seite zum Thema Pancakes und machte mich auf die virtuelle Suche nach Jim's Pancakes Mit einem schnellen Rezept und etwas Phantasie ging es auf in die Küche. 

Was daraus geworden ist, sehen sie nun hier.
Zu aller erst sollte ich wohl das Rezept für den Teig verraten. Nichts leichter als das! Ist der Teig erstmal angerührt, füllt man ihn zur besseren Portionierung in ein Gefäß mit "Gießlippe" -  für meine traditionellen Pancake Versuche habe ich dazu einen Messbecher benutzt und wesentlich weniger Teigtropfen verschüttet als mit der Schöpfkelle. Allerdings war diese Option für meine heutigen Pancake-Kreationen nicht geeignet. Pancake-Art-Profis haben dazu eine "Squeeze-Flasche" im Schrank. 


Da ich allerdings eine Anfängerin bin und sich keine solche Flasche in meinen Schränken versteckt, habe ich mir einfach eine kleine PET-Wasserflasche geschnappt und den Teig hineingegossen, ein kleines Loch in den Deckel gebohrt und schon konnte der Spass losgehen.




Mein ursprünglicher Plan war es, einige Figuren aus dem Disney-Universum als Pancakes zu Backen. Mickey, Minnie, Goofy usw. Aber der Versuch ist kläglich gescheitert. 
Nach erneuter Recherche bei Jim's Pancakes habe ich es dann mit den Bienchen und Blümchen versucht. Als ich nun zusah wie das Bienchen langsam bräunte kam mir der Gedanke..."Er ist ein 4 Jähriger Junge, von Bienchen & Blümchen braucht er noch laaaange nichts wissen."  Aber dieses Motiv ist mir beim ersten Versuch schon gut gelungen.


Vielleicht freut sich ja seine Schwester über das feminine Motiv.
Dennoch war mir klar, dass ich mir irgendwas cooles ausdenken musste, damit der Kleine auch kapiert wie cool seine Patentante ist. Mir kamen Motive wie das Batman-Zeichen oder ein Fussball in den Sinn....doch meine Hand malte dies:

Hmmmm...immer noch nichts cooles. Zu guter Letzt meldete sich der kleine Nerd in mir und brachte dies zum vorschein:
Pacman lives...to die in my mouth!
Aufmerksame Leser werden sich jetzt denken: "Das Patenkind ist 4 und wird keine Ahnung haben wer oder was Pacman war. Und die Autorin hat ganz klar nen Schaden! "

Dem ist nicht so werte Leser. Doch dieses Motiv ist eines der wenigen, das tatsächlich erkennbar gelungen ist und mir dazu noch sehr viel Spass in der Herstellung gemacht hat. Und für meinen kleinen menschlichen Pancake übe ich noch das Batman-Zeichen:
♥ ♥ ♥ ääähhh....
LEGO Batman icon 

Wenn es mir schlecht geht, lass' ich's mir gut gehen! - oder Food-Tourismus die II.

Heute war ein Tag der Selbsterkenntnis werte Leser!
Einsicht, Durchblick...oder wie man es sonst auch nennen mag.
Ich habe erkannt, dass ich eine schlechte Zeit mit Ausflügen in die Großstadt kompensiere. Und wenn noch nette Menschen dabei sind, mit denen man das gesehene, geschmeckte, gehörte, erlebte teilen kann, dann ist die ganze Erfahrung für mich noch schöner. Nachdem ich also die letzten Tage in bester Gesellschaft viel neues gesehen habe, habe ich mich nun dazu entschlossen, Ihnen dies nicht vorzuenthalten.


Da wäre zum einen die Filiale der Kaffeekette Woyton an der Ecke Hohe Str./Schildergasse in Köln. Dort kann man sich während eines Shopping-Pit-Stops mit allerlei Kaffeeheißgetränken, Smoothies, Tees, Schorlen, Bagels, Salaten, Muffins und phänomenalen Zimtschnecken stärken. Aber auch die Frühstücks-Deals sind einen Besuch wert. Die Filiale ist, anders als bei anderen Kaffeehaus-Ketten, mit liebevollem 70-Jahre-Charme eingerichtet. Es gibt große hölzerne Tische und Stühle, die alle wie wild zusammengewürfelt erscheinen, schwere Ledersessel und Sitzkissen in den Fensterbänken. Da sich der Laden etwas abseits der Shoppingmeile befindet, bekommt man von dem hektischen Treiben ausserhalb auch nicht so viel mit - eine kleine Retro-Ruhe-Oase also. Sollte man seinem Voyeurismus beim Kaffeegenuss jedoch unbedingt nachgehen müssen empfehle ich, sich mit einem Kaffee und einer Zimtschnecke auf die Bänke im Aussenbereich zu platzieren und immer wenn ein aufgepumpter Pseudoathlet seinen Weg zum nahegelegenen Fitnessstudiuo bestreitet, genüsslich in das Teilchen zu beissen und zu denken: "In your Face McFit!"
 * Verzeihen Sie die eigentümliche Bildbeschriftung, ich arbeite mich grade in Picasa ein und bei diesem Bild wurde das Original gelöscht, so dass die Fehlerkorrektur hier nur einen viel kleineren Bildauschnitt zur Folge hätte - und dann könnte man den 70ies Style nicht mehr sehen.


Die nächste Station wäre dann der Mittagstisch bei Sweet Sushi. Auch dieser Laden liegt etwas Abseits großer Einkaufsstraßen, nämlich zwischen Appellhofplatz und Breite Str. in Köln. Die genaue Adresse ist: Auf dem Berlich 11 und man kommt eigentlich aus allen Richtungen des Zentrums gut hin. Das besondere an diesem Sushi-Restaurant sind für mich die "Crunchy Rolls". Dies sind gerollte Sushis mit einer knusprigen Hülle aus Tempurakrümeln. Und für diese Dinger würde ich eine Woche lang nichts essen! Wer mich kennt, weiß dass ich nicht die große Fischesserin bin. Doch die Empfehlung einer guten Freundin hat mich neugierig gemacht, und so bin ich dieses Jahr zum ersten Mal in diesem Laden gelandet. Und dann immer wieder. Nur wegen der Crunchy Rolls! Bei meinem zweiten Besuch habe ich mich dann für eine Reisschale mit Fleisch entschieden, doch die Crunchy Rolls gabs trotzdem - als Aufmerksamkeit des Hauses! Nun hat das Lokal kein besonderes Ambiente, es ist für meinen Geschmack eigentlich ziemlich ungemütlich. Aber die Gesellschaft macht das Ambiente - und die Crunchy Rolls. Das Angebot zum MIttagstisch ermöglicht das ganze auch bei kleinem Studentengeldbeutel. 


Meine nächste Empfehlung wäre dann ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt und ein Blick auf die Aachener Straße. Dort findet man neben altehrwürdigen Theatern und Kneipen auch urbane Unikate wie die Beef Brothers oder das Café und den Salon Schmitz. Meine Füße haben mich jedoch in die neue, zweite Filiale des Frozen Yoghurt Shops Foxberry geführt. Der erste, sehr erfolgreiche Shop befindet sich in der Kettengasse, auch etwas abseits der Ehrenstrasse. Die Leutchen von Foxberry haben vor 2 Jahren mit dem Frozen Yogourt Konzept in Köln wahre Pionierarbeit geleistet, und ich bin froh zu sehen, dass es sich gelohnt hat und das Unternehmen wächst und gedeiht. Beide läden sind in einem schönen, frischen Ambiente gehalten und auch nur für einen Kaffee oder eine Fritz-Cola einen Besuch wert. Meine Begleitung und Ich haben uns ein Frozen Yoghurt Sorbet und ein Froyo&Cake im Glas mit Beerentoppings gegönnt. Ausserdem habe ich dort einen neuen "Hipster"-Stadtführer für Köln entdeckt. Das gute Stück heißt "We are Cologne" und ist auch über Amazon erhältlich. 




Ein Blick dort hinein und schon standen wieder neue Hotspots auf meiner Erkundungsliste: 


Einer davon war das CafeCafe auf der Aachener Str. 45 - also eigentlich nur ein paar Schritte weiter, auf der anderen Straßenseite. Nun kommt der Eindruck auf, dass ich mir dieses Läden alle an einem Tag angesehen habe. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Zusammenfassung mehrerer Ausflüge in Köln, das möchte ich an dieser Stelle erwähnt haben. 
Zurück zum CafeCafe. Ein kleiner, feiner Laden mit sehr vielen Süssigkeiten. So weit so gut. Es ist aber auch das Café um die Ecke, und der Laden in dem man sich in der kurzen Mittagspause vom Büro aus mit gutem Gewissen eine Kleinigkeit zu essen holt. Oder mit den Liebsten zum Frühstück an auf einem der hinteren Tische mit Ausblick auf den Hof breitmacht. Oder mit der besten Freundin zum Kaffeeklatsch trifft. Oder auf dem Weg irgendwohin einen Kaffee zum mitnehmen besorgt. Alles in einem und gemütlich. 
Die Vitrinen sind voller kleiner,kalorienhaltiger Leckereien und ein Blick in die offene Küche zeigt, dass auch Suppen- und Salatliebhaber hier zufrieden werden. Beim Anblick der praktisch gestalteten Speise-und Getränkekarte kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Frühstück, Cookies, Torten, Suppen, Smoothies und - ja das ist für mich ausserhalb der Kaffeeketten etwas Besonderes - eine Auswahl an kalten Kaffeespezialitäten.
Doch auch hier gilt: das Angebot ist nur halb so gut, wenn das Ambiente nicht stimmt, und die Gesellschaft macht das Ambiente. Aus personenschutzrechtlichen Gründen (ja, den Begriff habe ich tatsächlich für diese Situation gewählt), habe ich hier meine Begleitung etwas verfremdet. Aber das Ambiente war toll!




Wenn man nun genug von Stadttrubel, Cafès und Konsumtempeln hatte, sollte man sich der Natur zuwenden. Auch der Blick über den Kanal kann schön sein.




Aber auch Supermarktparkplätze haben in Köln etwas zu bieten. Hier zum Beispiel einer von "Marie Curry" zum Imbiss umfunktionierter Bus. Unten gibt`s den Asiteller und Pommes Schranke und oben setzt man sich zwecks "überaus authentischer Nahrungsaufnahme" hin. Dieser und auch der rote Bus im London-Style sind auch für Firmenfeiern anzumieten. Ich selbst hatte das Vergnügen während des Sommerfests meines letzten Arbeitgebers und es war wirklich lecker. Wenn sie also diesen oder den Roten Bus erblicken - einsteigen!


Zu guter Letzt kommt dieser Post nicht ohne die Erwähnung von Cupcakes aus. Für wahre Cupcake-Fans ist das Royal Cucpcakes in Köln ein Muss. Auch dieses Ladenlokal liegt Abseits des Trubels der Ehrenstrasse, in der Alten Wallgasse 5 um genau zu sein.
Doch hier gibt es etwas mehr Bewegungsfreiheit als in den zuvor erwähnten Läden. Das gesamte Geschäft versucht seinem Titel gerecht zu werden, ohne dabei altbacken zu wirken. Also wurden die royalen Farben rot und gold in lila- und silbertöne umgesetzt, und gegenüber der Retro-Kasse findet man eine moderne Kaffeemaschine die köstlichen Josef-Meinl Kaffee kreiert. Doch nun zum wichtigsten: den Cupcakes. Jedes ist reinste Handarbeit und liebevoll dekoriert. Neben dem King of Pop findet man Carla Bruni und Grace Kelly als festen Cast in der Vitrine. Doch auch der Froschkönig, Hugo-Egon oder das Krümelmonster geben sich die Ehre. 
Werte Leser, ich befinde mich nicht in irgendeiner Form von alkoholisiertem Zustand und auch nicht im Zuckerschock. Die Cupcakes heißen dort so! Wenn sie mir nicht glauben, fahren Sie doch hin. Hier ein Fahndungsfoto, damit sie wissen, wonach sie suchen. Und der Link zur Homepage.
Doch Obacht werte Leser! Wenn Sie in Köln nach "Hugo Egon" ohne den Zusatz "Cupcake" fragen, könnte schlimmes auf Sie zukommen.




Ich hoffe meine Erkundungen motivieren Sie auch zu einem Ausflug in Köln. 
Und haben Sie keine Angst sich zu verlaufen, in (fast) jeder Seitenstraße findet man etwas interessantes!

Dienstag, 1. Mai 2012

Food-Tourismus die 1. - Die Fette Kuh

Ich bin gerne mit offenen Augen unterwegs werte Leser. Wer ist das nicht, mit geschlossenen Augen ist das Herumlaufen auch recht schwer, denken sie sich. Aber was ich meine ist: mit offenen Augen für die Umgebung, die Architektur der Häuser, kleine Parks, neue Geschäfte, lokale Händler und riesige Konsumtempel. Ich "verlaufe" mich gerne mit absicht in Städten die ich schon kenne. Das klingt paradox, das weiß ich. Aber wenn ich eine bestimmte Straße kenne und weiß, dass ich über kurz oder lang wieder dort hin kommen kann, nehme ich gerne den neuen, noch unerkundeten Weg. So habe ich immer wieder neues in einer bekannten Umgebung entdeckt. Zuletzt eine kleines französisches Bistro in der Kölner Südstadt "Epicerie & Boucherie" 
Am meisten reizen mich bei meinen Spaziergängen natürlich Geschäfte, in denen man neue kulinarische Köstlichkeiten finden kann. Dies ist ja nicht umsonst ein Food-Blog! 
Die Fette Kuh - Foto by Martin Claßen@Facebook
Anders als beim "absichtlich verlaufen und sehen was es neues gibt" neige ich auch dazu "Foodie-Geheimtipps" nachzugehen. Nicht zuletzt hat mich dies zur "Fetten Kuh" in die Südstadt verschlagen. Nach dem ersten, frustrierenden Besuch an einem Dienstag (Ruhetag), und einem zweiten, Freitagabends (Hatte ich sie da noch alle??) hat es beim dritten Mal geklappt. An einem Freitag Mittag zerrte ich meine Begleitung mit knurrendem Magen und Engelszungen in die Südstadt. Um genau zu sein in Bonner Str. 43 in Köln. Es war 13:45 und der Laden war voll. (Wieder: was hab ich mir dabei gedacht- das nur ich zu dieser Zeit Hunger haben werde?)
Der Laden hat seinen ganz eigenen NY-Lunchplace Style mit Holzischen und gekachelten Wänden. An den Wänden hängen wenige aber humorvoll ausgewählte Bilder. Mehr hat der Laden gar nicht nötig, da man sich so eher auf das Essen und die Gesellschaft konzentrieren kann. Klingt kühl und merkwürdig, ist aber in der Realität genau das was die Burger-Klitsche braucht. Und anhand der Bilder sieht man, dass der Laden alles andere als kühl ist.

Die Fette Kuh - Foto by Martin Claßen@Faceboo
Eine Theke mit Glas-und Kachelfront, eine Tafel mit dem Menü über dem Grill und alle Zutaten frisch und sichtbar. Die Bestellung gibt man bei der Frau mit dem "Fetten iPad" auf und hofft sich dann einen Sitzplatz sichern zu können. Zum Zeitvertreib kann man an seiner Fritz-Cola oder auch am Bierchen nuckeln. Oder sich mal auf der tollsten Toilette Kölns die Hände waschen! Das Essen - mein Bacon Cheese Burger mit selbst gemachten frischen Pommes war toll. Gutes Fleisch, guter Geschmack, riesen Portion. 

Bacon-Cheese-Burger mit Pommes und Spezial-Sauce

Aber mein Highlight in dem Laden war wirklich die Toilette und ich bereue kein Foto dort gemacht zu haben. (Beim nächsten Mal,versprochen! Und ich versuche mich auch in die Herrentoilette zu schleichen, wenn keiner drin ist und guckt.)
Mag das Ambiente im Speiseraum eben diesem gleichen, so ist die Toilette mit noch viel mehrl Liebe zum Detail ausgestattet. Rosa Fliesen, ein antiker Spiegel und ein spitzen Orientierungsbild. (Nicht das übliche Damentoilette-Bild)

Für Burger-Liebhaber sehr zu Empfehlen! Einen Tipp für die beste Besuchszeit kann ich leider nicht geben, da dort immer Betrieb herrscht. Aber hier gibts eine Speisekarte zum Appetitmachen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Ambiente so gut rüber bringen konnte, wie es der Laden verdient hat. Nicht aufgetakelt, authentisch und sicher nett um mit Freunden einen den Einstieg in einen netten Abend zu machen.
Ich kann nur sagen: es gefällt mir sehr dort!

Post Scriptum: Beim drüberlesen dieses Posts habe ich, neben unbeschreiblichem Appetit auf einen Burger, nochmal an eine Folge (4.2) von "How I Met Your Mother" denken müssen. Titel war "The best Burger in New York".  Die schaue ich mir jetzt nochmal an...ohne Burger aber mit großen Plänen für NY!

PPS: Liebe Freunde, wenn Ihr die Folge nochmal seht, und meine Lebenssituation einem der Hauptcharaktere nur allzu ähnlich sieht, wisst ihr was zu tun ist. Gez. "Big Fudge"

Freitag, 16. März 2012

20 März ist der Jour du Macaron!

C'est ça!

www.jourdumacaron.com

Das stimmt liebe Genussmenschen, am 20. März bekommt man in ausgewählten Läden Macarons gratuits.  Zwar beschränkt sich die Ausgabe der guten Stücke auf eines pro Laden, es haben sich aber schon wahre Macaron Jäger auf eine Tour durch Paris gemacht, ihre Errungenschaften am Ende des Tages fotografiert und dann erst genossen.Werft doch mal einen Blick auf das Blog von Paris Breakfasts

Natürlich macht der Godfather of Macarons Pierre Hermé bei dem ganzen Spass auch mit. Hauptsächlich machen Läden aus dem französischen Raum, dem Elsass und Belgien mit, jedoch haben Berliner in den Galeries Lafayettes am Dienstag auch die Möglichkeit ein süßes Stückchen zu ergattern. Exotischster Macaron-Verschenker sind allerdings einige Shops in Japan. Die Gesamte Liste der Teilnehmer und weitere Informationen findet man auf der Webseite des Events. Und der Google-Übersetzer hilft auch denjenigen, die sich seit der Schule nicht mehr mit der französischen Sprache beschäftigt haben.

Die gesamte Aktion steht vor einem gemeinnützigen Hintergrund. Im Anschluss an den Genuss der kleinen Köstlichkeiten werden die Macaron-Jäger gebeten eine kleine Spende für ein wohltätiges Projekt auszurichten. Der diesjährige Tag unterstützt den Verein "Autists Sans Frontières" (ASF).

Leider befinde ich mich nicht mal in der Nähe einer Pattisserie welche Macarons an diesem Tag verschenkt, also habe ich mir überlegt, sollte nichts anderes dazwischen kommen, am Dienstag selbst welche zu machen und zu verschenken.